Der SoLaWi-Garten im November 2014

Im herbstlichen Nieselregen schlummert der Dalborner SoLaWi-Garten noch nicht im Dornröschenschlaf. „Er grünt nicht nur zur Sommerszeit“ – auch jetzt noch wachsen Salate und Kohl, die frisch in Eure Küchen wandern. Jetzt wird auch schon fürs nächste Jahr geplant!

Wie ist die aktuelle Lage auf unserem Acker? Gehen wir einmal in Gedanken von West nach Ost durch den Garten: Die Fläche, auf der unsere köstlichen Kartoffeln wuchsen (die trotz Kartoffelkäfern, Krautfäule und Mäusefraß zahlreich waren), schlummert tatsächlich schon einen Winterschlaf. Bedeckt soll sie dabei von Wicken und Phacelia werden, um sie vor Unbilden der Witterung (und in Folge Erosion) zu schützen. Diese Pflanzen wurden nach der Bodenbearbeitung mit unseren Pferden und Ulfs Traktor im Oktober gesät und sind derhalben noch recht klein. Als nächstes treffen wir auf Feldsalat, der ausgesät bzw. ausgepflanzt wurde (Jungpflanzen von der Lebenshilfe Bega). Allerdings wächst dieser langsam und mühsam bei der kühlen Witterung. Auch gibt es noch leckere, knallgrüne Zuckerhutsalate, die leider durch Fraß von Rehen etwas mitgenommen sind. Der Mangold leuchtet, wie sein Name „bright lights“ schon sagt, in knalligem Rot und Gelb mit ein paar verbliebenen Dahlien um die Wette.

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Die Pastinaken sind in diesem Jahr wieder prächtig groß gewachsen, jedoch blieben auch sie nicht von der Mäuseexplosion verschont und müssen nun eingelagert werden. Würden die kleinen Nager die großen Wurzeln nicht so gerne verzehren, könnten die Pastinaken auch über Winter auf dem Acker bleiben. Rote und rot-weiße Beten wurden bereits eingelagert. Auch die Möhren sind bereits komplett eingelagert, da Beten und Möhren massiv von den Mäusen attackiert wurden. Die Beten-Fläche haben wir mit den Pferden bearbeitet, so dass die Erntereste etwas untergegraben wurden und nun von den Regenwürmern zu Humus verarbeitet werden sollen. Der Blühstreifen schmückt sich noch etwas mit Herbstblumen wie Chrysanthemen und Phacelia, die Kerne der Sonnenblumen dienen den Vögeln des Feldes als Futter. Auf dem östlichen Teil des Ackers steht das Gemüse noch voll im Saft: riesige Grünkohlpalmen, Rosenkohlstängel und Köpfe von Blumenkohl, Rotkohl und Wirsing. Lauch gibt es noch, der jedoch von der Lauchfliege geplagt ist. Das kleine separate Kürbis- und Maisstück südlich des Netzwerkgartens ist bereits komplett abgeerntet. Die Kürbisse findet Ihr noch in der Abholung.

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Neu ist, dass im nächsten Jahr die Kartoffeln auf ca. 2000 qm außerhalb des Zaunes angebaut werden, nämlich auf der Fläche hinter dem jetzigen SoLaWi-Acker. Die Fläche gehört, wie der jetzige Acker, zum Bioland-Hof von Ulf Allhoff-Cramer aus Altenkamp. Dieses Jahr baute er dort leckeren Dinkel an, den Ihr momentan in der Abholung kaufen könnt. Nächstes Jahr wächst dort Roggen, neben den SoLaWi-Kartoffeln. Vielleicht gibt es in absehbarer Zeit die Option, aus dem Dinkel gebackenes Brot zu kaufen, welches Hubert vom Lindenhof im „Alten Jäger“ backen möchte. Geplant ist
weiterhin, einen Folientunnel aufzubauen, um früh im Jahr Salat anbauen zu können und spät im Jahr z.B. Feldsalat oder Winterpostelein, sowie weitere Gemüse, die lieber drinnen wachsen. Bogen für den Tunnel hat die SoLaWi bereits erworben und ein Team um Biobauern Ulf und Gärtnerin Alice hat diesen in Blomberg abgebaut und abgeholt. Nun liegen die Bauteile auf dem SoLaWi-Hof bereit und warten auf den Aufbau. Eventuell wird zu gegebenem Zeitpunkt dazu eine Mitgliederaktion stattfinden.

Verfasst von Chris Trierweiler Mitte November 2014

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Solidarische Landwirtschaft Dalborn, Hauptstrasse 22, 32825 Blomberg-Dalborn